Vita

 

 

Höchste künstlerische Qualität“, „tief berührende Musikalität“, ein „von beseeltem Atem erfülltes Spiel“ und der „als romantisch empfundene, schwebend warme Klang“ werden der Klarinettistin seitens der Presse begeistert bestätigt!

Und lange schon ist sie gefragte Solistin einer Reihe namhafter Ensembles….

 

 

 

Nun von Anfang an…

Die freischaffende Klarinettistin Sigrun Felicitas Vortisch erfüllt sich erst, während ihrer Examenszeit in der Volkswirtschaftslehre (1995/96), ihren ältesten, instrumentalen Wunsch:

Die Klarinette. Und die Klarinette wird damit zur Entdeckung ihres Lebens.

Als frisch-diplomierte Volkswirtin findet sie zunächst bei den Bamberger Symphonikern klarinettistische wie musikalische Unterstützung, während sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin vorerst der Universität und Ökonomie verbunden bleibt.

1997 ist sie Solo-Klarinettistin des Universitätsorchesters Bamberg und konzertiert anläßlich der
350–Jahrfeier der Universität in der „Sinfonie an der Regnitz“. Im selben Jahr kann sie an der Frankfurter Musikhochschule mit Prof. Bernhard Kontarsky zusammenzuarbeiten, der sie sehr in ihrem musikalischen Vorhaben bestärkt. 1999 beginnt sie als Gast an der Musikhochschule Nürnberg Klarinette sowie Kammermusik zu studieren und wird im selben Jahr Erste Preisträgerin des Musikwettbewerbes der Otto-Friedrich-Universität Bamberg (Irmler–Wettbewerb). Entscheidende, musikalische Prägung empfängt sie während dieser Zeit durch Prof. Alexander Willscher. Zeitgleich konzertiert sie nicht nur solistisch mit dem Universitätsorchester Bamberg, sondern entfaltet auch eine vielseitige, kammermusikalische Konzerttätigkeit. Daneben unterrichtet sie Klarinette und Klavier, u.a. im Rahmen der „Deutschen Gesellschaft für das Hochbegabte Kind (DGhK)“, Bamberg, und entwickelt ein Konzept zur Förderung Hochbegabter durch die Musik bzw. den Musikunterricht.

Im Januar 2003 schließlich unterbricht ein beinahe tödlicher Verkehrsunfall den bisherigen Lauf. Nach einer langwierigen und schwierigen Rehabilitation gelingt es ihr erst im Herbst 2004, in München, sowohl ihre Konzerttätigkeit als auch ihr Unterrichtsengagement fortzusetzen. So kann sie den Pianisten und Münchner Hochschullehrer, Erwin Stein, als Duo-Partner gewinnen; findet sie begeisterte Kammermusiker unter den Mitgliedern des Bayrischen Staatsorchesters und gründet das Merlin-Trio; aus Mitgliedern der Münchner Philharmoniker entsteht das Merlin Ensemble. Mit diesen Partnern und Ensembles sowie verschiedenen Streichquartetten wie dem Aglaia-, dem Rodin-Quartett und dem Augsburger Streichquartett konzertiert sie regelmäßig im Rahmen diverser Reihen Münchener Rathauskonzerte, der Wasserburger Rathauskonzerte, der Ismaninger Schloßkonzerte, der Meisterkonzerte Klassik im Ries, der Schwazer Sommerserenaden (Austria) etc.. Das von ihr verfolgte Konzept des Wiederbelebens seltengespielter, doch zauberhafter „Raritäten der Klassik und Romantik“ bringt große Publikumserfolge und wird zu einem ihrer Markenzeichen.

Ab 2011, nach Rückkehr in ihre fränkische Wahlheimat, widmet sie sich zunächst dem Aufbau ihres „Musikzentrums am Weinberg“ in Eckental.

2013 kehrt sie ins Konzertleben zurück. Zahlreiche – bekannte wie unbekannte – Werke für Klarinette und Klavier präsentiert sie vielerorts mit verschiedenen Klavier-Partnern, wobei die kammermusikalische Begegnung mit dem Pianisten Paul Badura-Skoda in Wien zu einem persönlichen wie musikalischen Höhepunkt wird. Zuzüglich zu ihren „Raritätenprogrammen“ gelingt es ihr – mit unterschiedlichen Streichquartetten und in namhaften Konzertreihen – die wohlbekannten Klarinettenquintette Mozarts und Brahms‘ einem begeisterten Publikum nahezubringen, wobei sie insbesondere mit den Ensembles der Bamberger Symphoniker (Bamberger Streichquartett), des hr-Sinfonieorchesters (Hába Quartett) und der Frankfurter Oper (Hindemith-Quartett) eine kammermusikalische Quintett-Kultur zu entwickeln vermag, die ihrer Idealvorstellung von Kammermusik entspricht …

2017 gründet sie das „Trio Pathétique“ (Klarinette, Violoncello und Klavier) und erarbeitet sich – in diesem wie dem Folgejahr – zahlreiche Werke auch für diese Besetzung.

2019 ist sie als Solistin bei Kammerkonzerten des hr-Sinfonieorchesters zu hören.

Seit Herbst 2020 verbindet sie eine intensive Zusammenarbeit mit dem Universitätsmusikdirektor und Professor für Kirchenmusik, Konrad Klek, mit dem sie gemeinsam die Idee entwickelt, aus Orgelwerken Josef Rheinbergers (1833 – 1901) Arrangements für Klarinette und Orgel zu schaffen und aufzuführen. Dieser inspirierenden Zusammenarbeit verdankt sie es auch, an das Werk Heinrich von Herzogenbergs (1843 – 1900) herangeführt zu werden, was in einer faszinierenden Bearbeitung dessen Cello-Sonate Nr. 1, Op. 52 für Klarinette und Klavier gipfelt.